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Erster Mai - Internationaler Kampftag der ArbeiterInnen "„Die Zeit wird kommen, wo unser Schweigen stärker ist,
In Chicago, Illinois (USA) kam es am 03. Mai 1886 als Folge des Generalstreiks zu schweren Kämpfen mit der Polizei, die eine Streikversammlung mit Gewalt auflöste und sechs Arbeiter tötete. Tausende zogen daraufhin in einem friedlichen Protestmarsch zum Haymarket Square. Doch als am folgenden Tag von Unbekannten in der Menschenmenge auf dem Platz eine Bombe gezündet wurde, starben dabei zwölf Menschen, davon acht Polizisten. Die Polizei schoss daraufhin in die protestierenden ArbeiterInnen, was etwa zweihundert Tote und zahlreiche Verletzte zur Folge hatte. Da einige der Redner auf der Protestkundgebung Anarchisten waren, wurde behauptet, die Bombe sei von AnarchistInnen gelegt worden, was aber nie bewiesen werden konnte. Trotzdem wurden acht Anarchisten - fast alle Einwanderer aus dem Deutschen Reich - in den USA angeklagt und verurteilt. Fünf von ihnen wurden hingerichtet: Albert Parsons, August Spies, George Engel und Adolph Fischer; Louis Lingg starb in seiner Zelle. Oscar Neebe, Michael Schwab und Samuel Fielden durften im Gefängnis weiterleben. Die von August Spies herausgegebene "Chicagoer Arbeiter-Zeitung" wurde von der Polizei tagelang am Erscheinen gehindert, alle Redakteure und Mitarbeiter festgenommen und zum Teil schwer misshandelt. Seit den jährlich folgenden Gedenkprotesten im Jahr 1890 ist der Erste Mai weltweit das Symbol des Kampfes für die Rechte der ArbeiterInnen, gegen staatliche Gewalt und Unterdrückung. Weitere Texte zum Ersten Mai:
1. Mai 2005 - Organisiert Euch und kämpft! |
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